Trockene Augen und deren Diagnostik
Selbst kann man das Trockene Auge in erster Linie durch das Auftreten der typischen Symptome wie brennende, juckende und kratzende Augen sowie ein Trockenheits- und Sandkorngefühl erkennen. Häufig sind auch die Lider geschwollen, manchmal auch zusammen mit einer Entzündung der Lidränder. Oft sich bei dieser Erkrankung auch nur letztere entzündet. Spürbar ist auch, daß das Auge überaus empfindlich gegen äußere Einflüsse ist, beispielsweise Luftzug, Rauch oder sogar Licht.
Da das Auge oft auch gerötet ist, besteht leicht die Möglichkeit, das Trockene Auge mit einer Bindehautentzündung zu verwechseln und gerade bei der Selbstbehandlung zu den falschen Präparaten zu greifen. Deshalb ist es grundsätzlich und unbedingt zu empfehlen, die Diagnose einem Augenarzt zu überlassen und sich bei der Auswahl der Präparate zur Behandlung von den entsprechenden Fachleuten, sprich Augenarzt, Apotheker und Optiker beraten zu lassen.
Neben der eigentlichen Diagnose, sprich der Klärung, inwieweit tatsächlich ein Krankheitsbild vorliegt, das als Trockene Augen zu klassifizieren ist, geht es bei der Diagnostik auch darum, die Ursachen für das Auftreten dieser Erkrankung zu klären. Hierzu ist ein genauer Blick auf die Lebensumstände des betroffenen Patienten anhand der aufgelisteten auslösenden Faktoren für Trockene Augen von großem Nutzen. Der Arzt wird sich deshalb beim Patienten genau nach dessen Umwelt- und Lebensbedingungen erkundigen und diesen detailliert nach diesen befragen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bieten erste, aber wichtige Aufschlüsse über mögliche Ursachen trockener Augen.
Eine weitere diagnostische Maßnahme ist die Untersuchung mit einer Spaltlampe. Diese gehört zu den wichtigsten Instrumenten eines Augenarztes und erlaubt diesem einen präzisen Blick in die vorderen Bereiche des Auges.
Eine zusätzliche Diagnostik Möglichkeit ist eine Messung der Stabilität des Tränenfilms. Hierzu wird die Tränenfilmaufreißzeit untersucht, um Aufschluß über die Erkrankung zu gewinnen. ZUr Information: Bei einem gesunden Auges beträgt die Tränenfilmaufreißzeit rund zehn Sekunden oder mehr.
Eine Messung der Tränenproduktion ist ebenfalls möglich und wird von Augenärzten nicht selten durchgeführt, um das Krankheitsbild des Trockenen Auges näher zu analysieren. Diese Messung geschieht mittels eines Filterstreifens. Angewendet auf ein gesundes Auge ergibt sich innerhalb von fünf Minuten ein mindestens zehn Millimeter langer Filterpapierstreifen.
Sind die Symptome vom Arzt untersucht und die Krankheit diagnostiziert, erfolgt der Schritt hin zu Maßnahmen, wie diese geheilt werden kann. Hier gibt es inzwischen verschiedene Methoden der Therapie, wovon das am häufigsten angewandte die Verwendung von Tränenersatzmittel ist. Auf die damit verbundenen Spezifika sei im nachfolgenden Abschnitt eingegangen.
