Altersweitsichtigkeit – Presbyopie

Wie bereits der Name impliziert sind von der altersbedingten Weitsichtigkeit vor ältere Menschen betroffen. Als Richtwert kann man vom 50. Lebensjahr ausgehen, ab dem diese Augenerkrankung auftritt. Der Grund hierfür liegt in der abnehmenden Fähigkeit des Auges, die Linsenbrechkraft durch Anspannen des sogenannten Ziliarmuskels, was auch als Akkomodation bezeichnet wird, zu erhöhen.

Dies führt dazu, daß der Nahpunkt des Auges immer weiter von diesem wegrückt. Der Nahpunkt ist die Stelle, an der das Auge ohne Anspannen des Zirkularmuskels scharf auge-weitsichtigkeitsieht. Dieser Nahpunkt bewegt sich mit zunehmenden Alter immer weiter vom Auge weg. Im Alter unter 19 Jahren liegt dieser ungefähr sieben Zentimeter vom Auge entfernt, mit 30 bis 39 Jahren beträgt diese Entfernung rund zwölf Zentimeter. Diese steigt im Schnitt auf 40 Zentimeter zwischen dem 50. und 59. Lebensjahr und beläuft sich zwischen 70 und 79 Jahren auf vier Metern.

Wie bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit kann auch die Presbyopie am einfachsten mit einer Brille korrigiert werden. Hierfür hat sich der Name Lesebrille eingebürgert, da diese zumeist zum Lesen oder zum Betrachten naheliegender Gegenstände genutzt wird. Diese Lesebrille korrigiert die altersbedingte Weitsichtigkeit mittels einer konvexen Linse, die die von nahe entfernten Gegenständen in das Auge eintreffenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut am Augenhintergrund fixiert. Dadurch ist wieder ein scharfes Sehen naher Gegenstände möglich.

Neben den beiden dargestellten Formen der Fehlsichtgkeit gibt es noch eine weitere, die Stabsichtigkeit genannt wird und eine Hornhautverkrümmung bezeichnet.