Trockene-Augen-Hilfe

Was sind Trockene Augen?

Hat man Trockene Augen, so ist bei vielen Patienten weniger Tränenflüssigkeit vorhanden, als dies eigentlich notwendig ist. Die Folge ist, daß die Augenoberfläche nicht in ausreichendem Maße mit Tränenflüssigkeit benetzt wird. Hierdurch kommt es zu Reizungen an der Augenoberfläche, die in der Anfangsphase mit Brennen und Schmerzen sowie Augenrötungen beginnen.

trockene-augenNeben einer zu geringen Menge an Tränenflüssigkeit kann diese Krankheit, die auch als Sicca-Syndrom bezeichnet wird, von einer abweichenden Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit begleitet sein. Dabei geht es um drei Komponenten, von denen eine oder mehrere nicht in ausreichender Menge in der Tränenflüssigkeit vorhanden sind. Diese drei Komponenten sind die fetthaltige, die wässrige und die schleimhaltige.

Alle drei Komponenten sind für eine ausreichende und adäquate Versorgung des Auges mit Tränenflüssigkeit notwendig. Ist eine in zu geringem Maße vorhanden, kann das Auge nicht mehr mit Tränenflüssigkeit in der richtigen Zusammensetzung versorgt werden. Auch dies führt zum Auftreten von Trockenen Augen mit den oben beschriebenen Folgen wie Brennen, Schmerzen und Augenrötungen.

Eine neuere wissenschaftliche Untersuchung der Universitäts-Augenkliniken Essen und Heidelberg kam zum überraschenden Ergebnis, das nur bei einem geringen Teil der Patienten, bei acht Prozent um genau zu sein, ein Mangel an Tränenflüssigkeit Ursache und Auslöser der Beschwerden darstellten. Vielmehr wurde eine Störung der Lipidschicht als ursächlicher oder teilursächlicher Faktor festgestellt.

Bei der Lipidschicht handelt es sich um einen dünnen Fettfilm, der die äußerste Schicht der Tränenflüssigkeit darstellt. Deren Aufgabe ist es, ein zu rasches Aufreißen zu verhindern und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß die Verdunstung der Tränenflüssigkeit verringert wird. Das fettige Sekret, aus dem die Lipidschicht besteht, wird in den sogenannte Meibomschen Drüsen im Ober- und Unterlid gebildet. Bei jedem Lidschlag werden dann die erzeugten Fettmolueküle auf den Lidrand abgegeben. Von diesem gelangt ein Teil der Lipide auf den Tränenfilm, wo diese die Lipidschicht bilden.



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Viele Menschen, die von Trockenen Augen geplagt sind, widmen den aufgetretenen Beschwerden und Symptome zunächst geringe Aufmerksamkeit. Liegt doch die Hoffnung nahe, daß diese schnell wieder verschwinden und man deshalb keine grundlegenden Veränderungen im Alltagsleben vornehmen muß. Auch den Besuch eines Arztes schieben viele Menschen trotz der aufgetretenen Widrigkeiten zunächst noch vor sich her.

Trockene Augen – Beschwerden und Symptome

Eine Reihe von Beschwerden ist mit dem Auftreten von Trockenen Augen verbunden, deren Intensität und Schweregrad mit dem Fortschreiten der Erkrankung augen-strandzunimmt. Die Geschwindigkeit des Verlaufs ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Erkrankung ist für den Patienten mit steigenden Unannehmlichkeiten und Schmerzen verbunden, die die Ausführung alltäglicher Tätigkeiten erschwert. In ihrer schlimmsten Form kann diese Erkrankung sogar zu dauerhaften Schäden am Auge führen, die in vielen Fällen nicht mehr therapierbar sind.

In der frühesten Form des Auftretens von Trockene Augen beschränken sich die Beschwerden zunächst auf ein leichtes Brennen an der Augenoberfläche. Dies ist begleitet von einem deutlichen Trockenheitsgefühl, manchmal auch vom Eindruck, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Diese Phase ist zwar für den Betroffenen unangenehm, aber noch nicht mit Schmerzen verbunden. Werden in dieser Phase die richtigen Maßnahmen zur Vermeidung eines weiteren Fortschreitens der Erkrankung ergriffen, so klingen die Symptome wieder schnell ab.



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Ist dies nicht der Fall, kommt es zu einer deutlichen Rötung der Bindehaut und zu einem Brennen beziehungsweise Schmerzen im Auge. In manchen Fällen treten am Morgen nach dem Aufstehen auch verklebte Augen auf. Diese Phase ist bereits mit deutlich trockene-augenspürbaren Schmerzen verbunden und hat für das Alltagsleben des Betroffenen bereits Folgen. So ist gerade eine dauerhafte Arbeit am Computer-Bildschirm oder der längere Blick auf den Fernsehschrift mit schmerzenden Augen verbunden.

Bei einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu einer Austrocknung der Hornhautoberfläche, auf die Veränderungen in der obersten Zellschicht der Hornhaut folgen. Dies kann von Eintrübungen beziehungsweise oberflächliche Vernarbungen gefolgt sein, die schmerzhaft sind und die Sehfähigkeit beeinträchtigen. Auch kann es zu einem Einwachsen feiner Gefäße in die Hornhaut kommen, was ebenfalls nachteilig für Sehschärfe und Sehfähigkeit ist. In dieser Phase hat die Erkrankung damit bereits nicht unbeträchtliche Schäden am Auge ausgelöst.

Im Hinblick auf das Gesagte ist es wert, sich mit den Ursachen für Trockene Augen zu beschäftigten, da dies eine wichtige Voraussetzung für eine fundierte Diagnose und eine wirksame Therapie darstellt.

Ursachen für Trockene Augen

Trockene Augen können durch eine Reihe von Ursachen ausgelöst werden. Zu den acht wichtigsten zählen: erstens Klimatische Faktoren wie trockene Luft und Zugluft, zweitens die mit zunehmenden Alter rückläufige Tränenproduktion, drittens trockene augenbakterielle Entzündungen, viertens die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), fünftens hormonelle Faktoren wie die Hormonumstellung bei Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium), sechstens Medikamente, siebtens Umweltbedingungen, achtens Bildschirmarbeit, neuntens rheumatische Erkrankungen, zehntens Verletzungen des Auges, und elftens Vitaminmangel.

Zu den genannten Ursachen im Einzelnen:

Klimatische Faktoren stellen eine der Hauptgründe für das Auftreten der Erkrankung Trockene Augen dar. Hierzu zählen insbesondere zu geringe Luftfeuchtigkeit, wie sie gerade in geschlossenen Räumen, vornehmlich im Winter vorliegen. Eine wesentliche trockene-augenRolle spielen dabei auch nicht richtig eingestellte Klimanlagen beispielsweise in Büros, die der Raumluft zu viel Feuchtigkeit entziehen. Auch Zugluft, wie sie in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, S-Bahn, U-Bahn und Zügen, aber auch im Auto oder beim Fahrradfahren auftritt, kann die Erkrankung auslösen.

Mit zunehmenden Alter produziert das Auge eine geringere Menge an Tränenflüssigkeit. Dies liegt an der abnehmenden Leistungsfähigkeit des Auges, Tränen zu erzeugen. Auch kann es mit zunehmenden Alter zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit kommen, wodurch die notwendigen fetthaltigen, wässrigen oder schleimhaltigen Komponenten in unzureichender Menge oder Qualität bereitgestellt werden.

Bakterielle Entzündungen am Lidrand, die oft auch einen chronischen Verlauf nehmen, sind eine weitere Ursache für Trockene Augen. Entzündungen, insbesondere durch bakterielle Auslöser, haben daneben auch noch zusätzliche Auswirkungen augen-tropfenauf das Auge und können weiterführende Beschwerden nach sich ziehen.

Die weit verbreitete Zuckerkrankheit, auch bezeichnet als Diabetes mellitus, kann sich ebenfalls auf die Augen auswirken und das hier interessierende Krankheitsbild hervorrufen. Angesichts der stetig wachsenden Anzahl von Menschen mit Diabetes mellitus kann davon ausgegangen werden, daß diese Erkrankung auch im Bereich der Augenerkrankungen zu einer höheren Zahl von Patienten führen wird.

Von hormonellen Faktoren sind in besonderer Weise Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) betroffen. Neben den weithin bekannten Begleiterscheinungen dieser trockene-augenPhase kann sich die Hormonumstellung auch nachteilig auf die Augen auswirken und Trockene Augen hervorrufen.

Eine Reihe von Medikamenten wie beispielsweise Beruhigungs- und Schlafmittel, ebenso wie die Anti-Baby-Pille kann ebenfalls nachteilige Folgen auf Tränenproduktion und Augen haben. Weitere Medikamente, die diese Wirkung haben, sind Adrenalin, Antihistaminika, Beta-Blocker und Diuretika. Angesichts der großen Zahl von Menschen, die entsprechende Mittel regelmäßig zu sich nehmen, ist die Bedeutung medikamentöser Faktoren für das Auftreten von trockenen Augen nicht zu unterschätzen.

Schädliche Umweltbedingungen, insbesondere die Belastungen, die durch Rauch, Dämpfe, Staub und Ozon ausgelöst werden, können das menschliche Auge starkaugen-natur angreifen. Unter entsprechenden Umständen führt dies zu Reizungen des Auges und zu einer geringeren Produktion von Tränenflüssigkeit. Wer sich einmal in einer stark verrauchten Gaststätte für längere Zeit aufgehalten hat, kann dies sicherlich aus eigener Anschauung bestätigen.



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Länger andauernde Arbeit an Computerbildschirmen, insbesondere wenn diese starke Konzentration erfordert und nur wenig unterbrochen wird, hat eine verminderte Lidschlagfrequenz zur Folge. Dadurch wird die Tränenflüssigkeit nicht mehr gleichmäßig über das gesamte Aue verbreitet, was zu einem Reißen des Tränenfilms führen kann.

Rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes, Polyarthritis und das Sjögren-Syndrom gehören zu den weniger bekannten Auslösern für das Auftreten der hier dargestellten Augenerkrankungen. Ähnlich wie bei Diabetes mellitus gilt aber auch trockene-augenhier, daß durch die zunehmende Verbreitung rheumatischer Erkrankungen auch das Auge vermehrt in Mitleidenschaft gezogen wird.

Traten am Auge Verletzungen auf, wie etwa Narben oder Beschädigungen am Lid, wie diese etwa als Folge von Unfällen vorkommen, kann das Augenlid nicht mehr richtig geschlossen werden. Hierdurch trocknet die Tränenflüssigkeit schnell aus, was nicht durch erhöhte Tränensekretion kompensiert werden kann.

Durch Vitaminmangel, sprich die zu geringe Zuführung ausgewählter Vitamine und insbesondere des für das Auge so wichtigen und weithin bekannten Vitamin A kommt es zu einer geringeren Tränensekretion. Dies wird meist durch falsche Ernährung ausgelöst. Neben Fehlernährung gibt es aber auch Menschen, bei denen die zugeführte Nahrung vom Körper nicht richtig ausgewertet wird und die darin enthaltenen Vitamine damit nicht dem Stoffwechsel zur Verfügung gestellt werden.

Wo auch immer die zugrundeliegenden Ursachen anzusiedeln sind, unumgänglich ist die Konsultation eines Augenarztes, da nur dieser die Sachkenntnis und die medizinischen Geräte hat, um eine fundierte Diagnose zum Phänomen Trockene Augen zu leisten.

Trockene Augen und deren Diagnostik

Selbst kann man das Trockene Auge in erster Linie durch das Auftreten der typischen Symptome wie brennende, juckende und kratzende Augen sowie ein Trockenheits- und Sandkorngefühl erkennen. Häufig sind auch die Lider geschwollen, manchmal auch zusammen mit einer Entzündung der Lidränder. Oft sich bei dieser Erkrankung auch nur letztere entzündet. Spürbar ist auch, daß das Auge überaus empfindlich gegen äußere Einflüsse ist, beispielsweise Luftzug, Rauch oder sogar Licht.

augenarztDa das Auge oft auch gerötet ist, besteht leicht die Möglichkeit, das Trockene Auge mit einer Bindehautentzündung zu verwechseln und gerade bei der Selbstbehandlung zu den falschen Präparaten zu greifen. Deshalb ist es grundsätzlich und unbedingt zu empfehlen, die Diagnose einem Augenarzt zu überlassen und sich bei der Auswahl der Präparate zur Behandlung von den entsprechenden Fachleuten, sprich Augenarzt, Apotheker und Optiker beraten zu lassen.

Neben der eigentlichen Diagnose, sprich der Klärung, inwieweit tatsächlich ein Krankheitsbild vorliegt, das als Trockene Augen zu klassifizieren ist, geht es bei der Diagnostik auch darum, die Ursachen für das Auftreten dieser Erkrankung zu klären. Hierzu ist ein genauer Blick auf die Lebensumstände des betroffenen Patienten anhand der aufgelisteten auslösenden Faktoren für Trockene Augen von großem Nutzen. Der Arzt wird sich deshalb beim Patienten genau nach dessen Umwelt- und Lebensbedingungen erkundigen und diesen detailliert nach diesen befragen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bieten erste, aber wichtige Aufschlüsse über mögliche Ursachen trockener Augen.

Eine weitere diagnostische Maßnahme ist die Untersuchung mit einer Spaltlampe. Diese gehört zu den wichtigsten Instrumenten eines Augenarztes und erlaubt diesem einen präzisen Blick in die vorderen Bereiche des Auges.

Eine zusätzliche Diagnostik Möglichkeit ist eine Messung der Stabilität des Tränenfilms. Hierzu wird die Tränenfilmaufreißzeit untersucht, um Aufschluß über die Erkrankung zu gewinnen. ZUr Information: Bei einem gesunden Auges beträgt die Tränenfilmaufreißzeit rund zehn Sekunden oder mehr.



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Eine Messung der Tränenproduktion ist ebenfalls möglich und wird von Augenärzten nicht selten durchgeführt, um das Krankheitsbild des Trockenen Auges näher zu analysieren. Diese Messung geschieht mittels eines Filterstreifens. Angewendet auf ein gesundes Auge ergibt sich innerhalb von fünf Minuten ein mindestens zehn Millimeter langer Filterpapierstreifen.

Sind die Symptome vom Arzt untersucht und die Krankheit diagnostiziert, erfolgt der Schritt hin zu Maßnahmen, wie diese geheilt werden kann. Hier gibt es inzwischen verschiedene Methoden der Therapie, wovon das am häufigsten angewandte die Verwendung von Tränenersatzmittel ist. Auf die damit verbundenen Spezifika sei im nachfolgenden Abschnitt eingegangen.

Trockene Augen und Therapie durch Tränenersatzmittel

Nicht in allen Fällen lassen sich die Ursachen für die hier besprochene Augenerkrankung eindeutig klären oder diese zuverlässig und wirkungsvoll beseitigen. Die am häufigsten angewandte therapeutische Maßnahme es, die nicht ausreichend produzierte Tränenflüssigkeit durch Einsatz eines trockene-augenTränenersatzmittels zu kompensieren. Diese Benetzungslösunen, die man auch als Künstliche Tränen bezeichnet, werden auf einfache Art in das Auge appliziert und verschaffen diesem einen Tränenfilm, der Reizungen und Schmerzen in der Regel reduziert. Die wässrige Lösung der Tränenersatzmittel enthält zumeint ein synthetisches Verdickungsmittel wie Polyviylalkohol, Polyvidon, Natriumhyaluronat, die Cellulose-Derivate Hypromellose, Hyetellose und Carmellose oder auch Hydroxypropylguar, die ein sofortiges Ablaufen über die Tränenpünktchen verhindern sollen. Trotzdem fließt bei den meisten Menschen ein Großteil der eingetropften Flüssigkeit schnell wieder über den Tränen-Nasen-Kanal ab.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Tränenersatzmittel, da diese von verschiedenen Menschen nicht gleich empfunden werden. Dies betrifft sowohl deren Wirkung als auch deren Verträglichkeit. Gerade wenn man Künstliche Tränen noch nicht oft angewendet hat, fällt es nicht wenigen Menschen schwer, sich an diese zu gewöhnen.

Auch gibt es Künstliche Tränen für unterschiedlich starke Erkrankungen. Liegt nur ein leichterer Krankheitsverlauf vor, reichen zumeist relativ dünnflüssige Tränenersatzmittel aus, um Trockene Augen zu beseitigen. Liegt diese Krankheit in einem gravierenderem Stadium und insbesondere dauerhaft vor, ist die Nutzung dickflüssigerer Mittel anzuraten.



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Bei der Wahl des richtigen Tränenersatzmittels spielt auch die Frage vorhandener Allergien eine Rolle. Liegen keine vor, ist der Patient frei in der Auswahl eines geeigneten Mittels. Hat der Patient aber Allergien, insbesondere gegen Konservierungsmitteln, die in manchen Künstlichen Tränen enthalten sind, so kann nur ein Tränenersatzmittel gewählt werden, das keine Konservierungsstoffe enthält.vitamine-augen

Ein weiteres Therapeutikum sind Augengele, die ebenfalls synthetische Verdickungsmittel, zumeist Carbomer (Polyacrylsäure) enthalten. Diese verweilen aufgrund der Gelform länger auf der Oberfläche des Auges als Tropfen, beeinträchtigen aber bei vielen Menschen das Sehvermögen für einen bestimmten Zeitraum, indem sie die Sicht quasi verschleiern.

Eine neuentwickelte Therapie für Trockene Augen macht sich die Kenntnis zunutze, daß diese Erkrankung bei einem wesentlichen Teil der Patienten nicht durch einen Mangel an Tränenflüssigkeit, sondern aufgrund einer Störung der Lipidschicht, also der äußersten Schicht der Tränen, ausgelöst wird.

Abschließend sei erwähnt, daß in gravierenderen Fällen bei manchen Patienten auch ein mechanischer Verschluß der Tränenpünktchen vorgenommen werden. Dabei wird das untere und obere Tränenpünktchen mit einem Stöpsel aus Plastik für eine gewisse Zeit verschlossen. Bei besonders schweren Fällen können die Tränenpünktchen auch auf operativem Wege mittels der sogenannten Elektrokauterisation dauerhaft geschlossen werden.

Trockene Augen durch Störung der Lipidschicht

Eine neuere Studie der Universitäts-Augenkliniken Essen und Heidelberg kam zum Ergebnis, daß bei 80 Prozent der Menschen, die unter Trockenen Augen leiden, eine Störung der Lipidschicht AugeAuslöser oder Mitverursacher der Erkrankung bildet. Bei diesen Patienten bilden die Tränendrüsen zwar im Prinzip genügend Flüssigkeit, jedoch reißt der vorhandene Tränenfilm aufgrund einer nicht intakten Lipidschicht zu schnell auf, wodurch zehn bis zwanzigmal mehr Tränenflüssigkeit als normal verdampft. Dieses Phänomen erklärt außerdem, wieso manche Patienten, die unter dem Sicca-Syndrom leiden, über tränende Augen klagen: Da der Tränenfilm bei diesen Menschen nicht mehr stabil genug ist, verdunstet mehr Tränenflüssigkeit als im gesunden Auge.

Die besonders häufig auftretenden Störungen der äußeren Lipidschicht wurde unter anderem bei chronischen Lidrandentzündungen (Blepharitis), Kontaktlinsenträgern, trockener Raumluft und Bildschirmarbeit wie auch bei hormonellen auge wassertropfen Veränderungen, insbesondere in den Wechseljahren, festgestellt. Die genannte Studie kam zum Ergebnis, daß die wäßrige Phase des Tränenfilms nur bei etwa jedem zehnten Patienten tatsächlich die alleinige Störung ist, die dann die Beschwerden verursacht. Dies könnte erklären, warum die herkömmliche Behandlung des Trockenen Auges mit Benetzungsmitteln, die die Flüssigkeitsmenge erhöhen sollen, oft nicht den von den Patienten gewünschten Erfolg bringt.

Ganz im Gegenteil wurde sogar nachgewiesen, daß durch das Einträufeln der Tränenersatzmittel die Verdunstung noch erhöht wird. Weil aber knapp 80 Prozent der Betroffenen aufgrund der Störung der Lipidschicht ohnehin schon eine zu starke Verdunstung der Tränenflüssigkeit aufweisen, ist dies überaus problematisch. Es führt dazu, daß die Verwendung der Tränenersatzmittel nur kurzfristig die gewünschten Erleichterung zu verschaffen vermag, das eigentliche Problem aber tatsächlich verstärkt wird. Das ist auch der Grund, weshalb die Tränenersatzmittel meist sehr häufig verwendet werden müssen. So applizieren nahezu 60 Prozent der Betroffenen diese Mittel öfter als achtmal täglich. Für viele Menschen ist dies mit wiederholten Unannehmlichkeiten, etwa am Arbeitsplatz, und der wiederholten Unterbrechung von Alltagstätigkeiten verbunden.



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Einen anderen Weg beschreitet deshalb die moderne Liposomen-Therapie. Sie basiert auf den Erkenntnissen der Untersuchungen an den Universitäts-Augenkliniken Essen und Heidelberg und hat zum Ziel, die zumeist geschädigte Lipidschicht des Tränenfilms wieder zu stabilisieren. Diese Therapie beruht darauf, dem Tränenfilm die diesem fehlenden Lipide durch einen neu entwickelten Trockene Augen-Spray zuzuführen.