Kurzsichtigkeit – Myopie
Bei Kurzsichtigkeit sieht ein Mensch in der Ferne liegende Objekte nicht scharf. Ursachen hierfür ist ein zu langer Augapfel in Relation zur Brechkraft von Hornhaut und Linse. In
diesem Fall liegt der Fokussierpunkt vor der Netzhaut, sprich im Raum zwischen Pupille und Netzhaut, statt auf der Netzhaut selbst. Von Kurzsichtigkeit sind ungefähr zwanzig Prozent der Bevölkerung betroffen, wobei diese Art der Fehlsichtigkeit vom 25. Lebensjahr an verbreitet.
Eine Korrektur der Kurzsichtigkeit, deren Stärke mittels der Einheit Dioptrien gemessen wird, ist prinzipiell über drei Wege möglich: Kontaktlinsen, Brillen oder eine Operation mit Laser. Kontaktlinsen und Brillen haben die gleiche Funktion: Sie fokussieren Lichtstrahlen, die von in der Distanz befindlichen Objekte in das Auge eindringen, auf der Netzhaut statt vor dieser. Dies liegt in der Natur von Brillen und Kontaktlinsen als Zerstreuungslinsen, wie sie typisch für konkave Linsen ist.
Bei einem operativen Eingriff mittels eines sogenannten Excimer Lasers geht man einen anderen Weg, der aber ebenfalls dazu führt, daß sich die Lichtstrahlen entfernter Objekte auf der Netzhaut bündeln: Hier wird die Brechkraft des Auges reduziert, indem die Hornhautverkrümmung abgeflacht wird. Dies geschieht durch Abtragung von Hornhautgewebe im Zentrum der Hornhaut. Solange eine befriedigende Korrektur der Fehlsichtigkeit mit Brille und Kontaktlinse möglich ist, raten die meisten Augenärzte aber von einem operativen Eingriff ab.
Das Gegenstück zur Kurzsichtigkeit ist die Weitsichtigkeit, die besonders stark bei älteren Menschen verbreitet ist, während die Kurzsichtigkeit alle und vor allem jüngere Altersgruppen stärker betrifft.
Fällen ist eine Korrektur mittels einer Brille oder Kontaktlinse dringend anzuraten, droht doch ansonsten das Auftreten von Schwachsichtigkeit, der sogenannten Amblyopie. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit des Auges ab, die Brechkraft der Linse durch Spannen des als Ziliarmuskels bezeichneten Augen-Innenmuskels zu erhöhen. Dies liegt an der altersbedingten allgemeinen Abnahme der Kraft der menschlichen Muskeln.
sieht. Dieser Nahpunkt bewegt sich mit zunehmenden Alter immer weiter vom Auge weg. Im Alter unter 19 Jahren liegt dieser ungefähr sieben Zentimeter vom Auge entfernt, mit 30 bis 39 Jahren beträgt diese Entfernung rund zwölf Zentimeter. Diese steigt im Schnitt auf 40 Zentimeter zwischen dem 50. und 59. Lebensjahr und beläuft sich zwischen 70 und 79 Jahren auf vier Metern.
Vernarbungen an der Hornhaut ausgelöst werden. Diese entstehen durch direkte Verletzungen der Hornhaut oder durch deren Entzündung. Einen weiteren Auslöser für Stabsichtigkeit stellen Eintrübungen der Augenlinse dar und Operationen dar. Zu derartigen Operationen kommt es insbesondere durch Erkrankungen wie dem Grauen Star, dem Grünen Star, aber auch bei der operativen Korrektur von Fehlsichtgkeiten. Während sich operativ ausgelöster Astigmatismus in manchen Fällen wieder zurückbildet und vollständig heilt, kann sich eine durch Entzündungen, Geschwüre und Verletzungen ausgelöste Hornhautverkrümmung auch verschlechtern. Deshalb ist in diesen Fällen eine regelmäßige Konsulation des Augenarztes von großer Wichtigkeit. Und auch der Patient selbst soll seine Sehfähigkeit intensive Aufmerksamkeit schenken und auf Veränderungen achten.