Sehen und die Anatomie des Auges
Der Mensch sieht seine Umgebung, da Lichtstrahlen in das Augeninnere fallen. Das Auge liegt in einem Hohlraum, der sogenannten Augenhöhle, und hat einen Durchmesser von ungefähr 22 Millimetern. Aufgabe der Augenhöhlen, der sogenannten Orbita, ist der
Schutz dieses empfindlichen Sinnesorgans. Schutz bietet dem Auge und insbesondere der empfindlichen Linse ein Gewebe an der äußeren Haut des Auges, die sogenannte Sklera, die in die Hornhaut (Kornea) übergeht.
Zudem wird das Auge durch das Oberlid und das Unterlid geschützt. Das Oberlid ist es auch, in dem sich die sogenannte Tränendrüse befindet. In dieser wird die Tränenflüssigkeit produziert, die durch die Bewegung der Augenlider bleichmäßig über dessen Oberfläche verteilt wird. Hierzu bewegen sich die Lider in einer Minute ungefähr zwanzig Mal, auch bekannt als Blinzeln. Die Funktion der Tränenflüssigkeit ist es, das Auge sauber und feucht zu halten und ins Auge eingedrungene Teilchen wie etwa Staubkörnchen aus diesem auszuschwemmen.
Unterhalb der Hornhaut liegt eine weitere Gewebsschicht, die sogenannte Aderhaut (Choroidea). Diese ist reich durchblutet und bildet den Übergang zwischen Hornhaut und Linse. Der vordere Teil dieser Schicht wird als Regenbogenheit (Iris) bezeichnet.
In deren Mitte befindet sich eine kleine Öffnung, durch die das Licht fällt in die Pupille fällt. Die Iris kann mit der Hilfe von Muskeln die Pupille größer oder kleiner machen und damit die Menge an einfallenden Licht regeln.
Treffen Lichtstrahlen auf die Pupille, dringen diese in die dahinterliegende Linse ein. Aufgabe der Linse ist es, die einfallenden Lichtstrahlen zu bündeln. Hierzu kann die Dicke der Linse mit der Hilfe von Muskeln verändert werden. Auf diese Weise schafft es das Auge, weit entfernte und naheliegende Gegenstände scharf zu fokussieren.
Die gebündelten Lichtstrahlen werden dann auf die am Augenhintergrund liegende Netzhaut (Retina) projiziert. In der Retina befinden sich lichtempfindliche Nervenzellen, die als Rezeptoren agieren. Die eingefallenen Lichtstrahlen regen Nervenzellen an, über Faserverbindungen das Signal in das Gehirn weiterzuleiten. Im Sehzentrum des Gehirns werden diese Informationen anschließend verarbeitet.
Eine Vielzahl von Ursachen kann Störungen im Auge hervorrufen, die Fehlsichtigkeit auslösen. Manche von diesen sind bei vielen Menschen bereits von Geburt an vorhanden, wie etwa Sehschwächen. Andere werden durch äußere Einflüsse wie Umwelt oder Unfälle, aber auch durch das Altern des menschlichen Körpers ausgelöst.