Radiäre Karatotomie (RK)
Die Radiäre Karatotomie (RK) wurde in den 1970er Jahren vom russischen Arzt Fyodorov entwickelt, gilt inzwischen aber als veraltet. Fyodorovs Methode besteht darin, daß in der Hornhaut speichenförmig um deren Zentrum mehrere tiefe Einschnitte angebracht werden. Durch diese Schnitte nimmt die Spannung der Hornhaut ab, wodurch diese flacher wird und eine Kurzsichtigkeit abnimmt.
Da auch diese Operation nicht computergesteuert ist, ist das Geschick des Operateurs von ausschlaggebender Bedeutung. Es kann deshalb zu Ungenauigkeiten kommen, die sich entscheidend auf den Erfolg des Verfahrens auswirken, ähnlich wie dies auch bei Automatisierte Lamelläre Karatoplastik der Fal ist. Bei den vorgenommenen Langzeitstudien hat sich außerdem gezeigt, daß die Sehstärke der behandelten Patienten stark schwankt und insgesamt instabil ist.
Wurden beide Augen operiert, so kamen Fälle vor, in denen sich deren Sehstärke unterschiedlich entwickelte. Außerdem bildete sich bei nicht wenigen eine immer stärkere Weitsichtigkeit heraus.