Photorefraktive Keratektomie (PRK)
Seit dem Jahr 1988 findet die Photorefraktive Keratektomie (PRK) zur Korrektur von Fehlsichtigkeit breitere Nutzung. Das dabei angewandte Verfahren besteht darin, daß zunächst die oberste Schicht der Hornhaut, die auch als Epithel bezeichnet wird, abgetragen wird. Im Anschluß daran, wird die unter der Epithel liegende Hornhautschicht, die sogenannte Stroma, mit dem Excimer-Laser bestrahlt und um wenige hundertstel Millimeter dünner gemacht.
Die gesame Operation dauert insgesamt nur fünf bis zehn Minuten und ist für den Patienten nur mit geringen Unannehmlichkeiten verbunden. So wird das zu behandelnde Auge mit Tropfen betäubt, während das nicht zu behandelnde Auge abgedeckt wird. Nachdem die Lider des Auges auseinandergezogen wurden, kann der Laser eingesetzt werden. Dieser wird von einem Computer gesteuert, der seine Daten von den zuvor ermittelten Untersuchungsergebnissen bezieht.
Wird mit der Photorefraktiven Keratektomie ein kurzsichtiges Auge korrigiert, so wird der Laser bevorzugt im Zentrum der Hornhaut eingesetzt, das durch dessen Impulse flacher wird. Bei der Korrektur von Weitsichtigkeit werden die Laserimpulse dagegen auf die Randbereiche der Hornhaut gerichtet, um diese dünner zu machen. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, so werden verschiedene Geweberegionen mit dem Laser verdünnt, damit sich die Krümmungen der Hornhaut einander angleichen.
Die Photorefraktive Keratektomie wird ebenso wie die Laser-in-situ-Keratomileusis (Lasik) mit einem Excimer-Laser durchgeführt und eignet sich zur Beseitigung einer Kurzsichtigkeit bis -6,0 Dioptrien. Bei Weitsichtigkeit ist diese bis +2,0 Dioptrien zu empfehlen, bei Hornhautverkrümmung bis zu 3,0 Dioptrien. Stärkere Fehlsichigkeiten sollten nicht mit dieser Operationsmethode behandelt werden. Am besten läßt sich eine Kurzsichtigkeit bis -5,0 Dioptrien korrigieren, während eine operative Behebung der Weitsichtigkeit größere Schwierigkeiten bereitet.
In den ersten Tagen nach einer der Operation können teilweise starke Augenschmerzen auftreten, da der Laser eine oberflächliche Wunde in der Hornhaut hinterlassen hat. Auch sieht der Patient in der frühen Phase nach der Operation erheblich schlechter als gewohnt. Im Verlauf von drei bis fünf Tagen schließt sich diese Wunder aber wieder und nach weiteren ein bis zwei Wochen hat sich die anfangs reduzierte Sehfähigkeit verbessert. Im Allgemeinen kann man sagen, daß die Dauer der Erholung von der Schwere der Fehlsichtigkeit abhängt, die durch die Operation korrigiert wurde.