Phake Intraokularlinse (PIOL)

Phake Intraokularlinse (PIOL) stellt ein Operationsverfahren dar, bei dem eine künstliche Linse in das Auge eingesetzt wird, so wie dies beispielsweise bei Patienten mit Grauem Star praktiziert wird. Im Gegensatz zu Grauen-Star-Erkrankten wird hier aber nicht die Linse des Auges entfernt, sondern vielmehr eine Kunstlinse in diese eingesetzt. Im Prinzip ähnelt dieses Verfahren damit dem im Anschluß dargestellten Clear Lense Exchange.
Im Vorfeld oder während der Operation werden im oberen Bereich zwischen Hornhaut und der darunterliegenden Regenbogenhaut kleine Löcher durch Laser gebohrt, um einem Ansteigen des Augeninnendrucks entgegenzuwirken. Üblich sind bei diesem Verfahren sowohl Vollnarkosen als auch eine nur lokale Betäubung des Auges. Nachdem ein rund fünf Millimeter langer Schnitt in der Hornhaut angebraucht wurde, wird eine Flüssigkeit in das Auge eingebracht und im Anschluß daran die Kunstlinse eingesetzt. Nach Abschluß der Operation wird die zuvor einführte Flüssigkeit wieder aus dem Auge entfernt, da deren Zweck es lediglich war, während des Einsetzens der Linse keine Schäden im Auge zu verursachen.
Wie auch die anderen hier dargestellten Operationen dauert die Phake Intraokularlinse sehr kurz, nämlich nur ungefähr 15 Minuten. Im Unterschied zu den anderen Verfahren eignet sich diese aber auch für die Korrektur sehr hoher Fehlsichtigkeit. So kann mit dieser eine Kurzsichtigkeit von bis zu -18,0 Dioptrien und eine Weitsichtigkeit von bis zu +11,0 Dioptrien behandelt werden. Außerdem eignet sich dieses mit Einschränkungen auch für Patienten mit Hornhautverkrümmung. Ein weiterer Vorteil ist, daß die Ergebnisse des Eingriffes sehr genau vorherzusagen sind und in den nachfolgenden Monaten auch überaus stabil bleiben.

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