Laserthermokeratoplastik (LTK)

Während sich die Photorefraktive Keratektomie und die Laser-in-situ-Keratomileusis für die Korrektur aller drei Grundformen von Fehlsichtigkeit eignen, Myopie, Hyperopie und Astagmatismus, ist ist mit einem weitereren Operationsverfahren nur eine Korrektur von Weitsichtigkeit möglich. Bei der sogenannten Laserthermokeratoplastik (LTK) findet ein Holmium-Laser Anwendung, mit dem am Rand der Hornhaut in Form von zwei Kreisen ein gutes Dutzend Punkte erhitzt wird. In Folge dessen beginnt sich das Zentrum der Hornhaut nach oben zu wölben, wodurch eine vorhandene Weitsichtigkeit korrigiert wird.
Die Lasterhermokeratoplastik eignet sich für Patienten, der Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit +2,0 Dioptrien nicht überschreitet. Höhere Werte, ebenso wie eine Korrektur von Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung ist mit diesem Operationsverfahren nicht möglich. Insbesondere für hohe Fehlsichtgkeitswerte eignen sich dagegen neu entwickelte Methoden wie Intacs und Intracornealer Ring.
Wie die anderen dargestellten Verfahren wird auch LTK nicht an Personen unter 18 Jahren vorgenommen. Im Vergleich zu den vorstehend beschriebenen Techniken ist das Ergebnis dieser Operation und deren Erfolg weniger präzise vorherzusagen. Auch ist die langfristige Erfolgsrate niedriger und oft bildet sich der Effekt des vorgenommenen Eingriffs wieder zurück, so daß dieser ohne Wirkung war. Auch ist die Hornhaut in den Monaten nach der Operation instabil, wodurch bei nicht wenigen Patienten wiederholte Korrekturen erforderlich sind. Da mit diesem Verfahren ohnehin nur eine relativ geringe Weitsichtigkeit von bis zu +2,0 Dioptrien behoben werden kann, raten die meisten Fachärzte davon ab.

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