Laser-in-situ-Keratomileusis (Lasik)

Wie auch bei der Photorefraktiven Keratektomie ist auch bei der Laser-in-situ-Keratomileusis (Lasik) der Excimer-Laser das zentrale Operationsinstrument. Im Unterschied zu ersterem wird allerdings bei Lasik die durch den Lasereinsatz hervorgerufene Wunde in der Hornhaut durch nicht-beschädigtes Hornhautgewebe abgedeckt. Für den Patienten hat dies den Vorteil, daß diese Operation damit weniger schmerzhaft ist.
In beiden Operationsverfahren wird das gesunde Auge abgeckt, während das zu operierende Auge mit einem eingetropften Medikament betäubt und für den Laser freigelegt wird. Im Anschluß daran wird durch Aufsetzen eines Saugrings ein Vakuum erzeugt, so daß ein computergesteuerter Hobel, der als Mikrokeratom bezeichnet wird, die oberste Schicht der Hornhaut aufschneidet. Die so geöffnete obere Hornhautschicht wird dann aufgeklappt, worauf mit Hilfe des Excimer-Lasers die Hornhaut operativ korrigiert wird.

Auch diese Operation dauert insgesamt nur fünf bis zehn Minuten. In den nachfolgenden fünf Tagen erhält der Patient Medikamente, die Infektionen im Auge verhindern und den Heilungsprozeß beschleunigen. Bei den meisten Patienten tritt eine stärkere Beeinträchtigung der Sehfähigkeit nur in den ersten drei Tagen nach der Operation auf.
Eine Lasik-Operation eignet sich für Patienten mit einer Kurzsichtigkeit bis zu -10,0 Dioptrien und einer Weitsichtigkeit bis +3,0 Dioptrien. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, so ist dieses Verfahren bis zu 5,0 Dioptrien zu empfehlen. Im Gegensatz dazu sind andere Verfahren, wie beispielsweise die Laserthermokaeratoplastik (LTK) nur für Weitsichtige und Stabsichtige geeignet. Bei letzterem findet zudem anstelle des Excimer- ein sogenannter Holmium-Laser Verwendung.

Laser-in-situ-Keratomileusis wird nur an Personen vorgenommen, die älter als 18 Jahre sind. Der Grund hierfür ist, daß sich das Auge bei jüngeren Menschen noch verändert und sich die operative Korrektur einer vorliegenden Fehlsichtigkeit in Fällen erübrigt, wo diese im Wachstumsprozeß von selbst verschwindet. Auch wird eine Lasik-Operation nicht an Patienten mit Schäden an der Netzhaut vorgenommen, da in diesem Fall kein Vakuum im Augenbereich erzeugt werden darf. Grundsätzlich gilt bei Lasik das, was bereits für die Photorefraktive Keratektomie festgestellt wurde: Je gravierender die Fehlsichtigkeit eines Patienten ist, um so schwieriger gestaltet sich der operative Eingriff und um so weniger hoch sind die Erfolgsaussichten.

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