Astigmatische Keratotomie (AK)

Die Astigmatische Keratotomie (AK) eignet sich, wie der Name bereits impliziert, für die Korrektur der Stabsichtigkeit. Bei diesem Operationsverfahren werden am Hornhautrand mit einem Diamantmesser bogenförmige Einschnitte vorgenommen. Deren Länge, Tiefe und Anzahl bestimmt das Ausmaß der Korrektur, da durch diese die Spannung in der Hornhaut und deren Krümmung zwischen den Schnitten abnimmt.

Sie ähnelt damit einem Verfahren, daß in Rußland bereits in den 1970er Jahren entwickelt wurde und das als Radiäre Karatotomie bezeichnet wird.
Die Operation benötigt nur geringe Zeit, in der Regel fünf Minuten, und wird bei örtlicher Betäubung vorgenommen. Das Verfahren eignet sich bei einem Astagmatismus bis sechs Dioptrien und wird gemeinhin bei Patienten angewendet, bei denen andere Operationen nicht möglich sind, was beispielsweise auf Hornhauttransplantationen zutrifft. In manchen Fällen wird AK auch in Kombination mit anderen Methoden wie etwa Lasik eingesetzt. Dies wird gemeinhin in Fällen vorgenommen, wo zunächst eine vorliegende Hornhautverkrümmung und dann eine vorhandene weitere Fehlsichtigkeit korrigiert wird.

Da bei der Astigmatischen Keratotomie kein computergesteuerter Laser verwendet wird, sondern die Schnitte manuell von einem Operateur durchgeführt werden, ist die Genauigkeit des Verfahrens niedriger. Zudem ist die Berechnung der Schnittanzahl, -länge und -tiefe nicht einfach, was die Voraussage des Erfolgs der Operation erschwert. Die in der Hornhaut angebrachten Schnitte können nicht rückgängig gemacht und nur schwer korrigiert werden. In manchen Fällen führen diese zur Ausbildung von Narben, die ebenfalls nur durch abermalige operative Eingriffe beseitigt werden können.

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