Archiv Mai, 2006

Ursachen für Trockene Augen

Trockene Augen können durch eine Reihe von Ursachen ausgelöst werden. Zu den acht wichtigsten zählen: erstens Klimatische Faktoren wie trockene Luft und Zugluft, zweitens die mit zunehmenden Alter rückläufige Tränenproduktion, drittens trockene augenbakterielle Entzündungen, viertens die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), fünftens hormonelle Faktoren wie die Hormonumstellung bei Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium), sechstens Medikamente, siebtens Umweltbedingungen, achtens Bildschirmarbeit, neuntens rheumatische Erkrankungen, zehntens Verletzungen des Auges, und elftens Vitaminmangel.

Zu den genannten Ursachen im Einzelnen:

Klimatische Faktoren stellen eine der Hauptgründe für das Auftreten der Erkrankung Trockene Augen dar. Hierzu zählen insbesondere zu geringe Luftfeuchtigkeit, wie sie gerade in geschlossenen Räumen, vornehmlich im Winter vorliegen. Eine wesentliche trockene-augenRolle spielen dabei auch nicht richtig eingestellte Klimanlagen beispielsweise in Büros, die der Raumluft zu viel Feuchtigkeit entziehen. Auch Zugluft, wie sie in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, S-Bahn, U-Bahn und Zügen, aber auch im Auto oder beim Fahrradfahren auftritt, kann die Erkrankung auslösen.

Mit zunehmenden Alter produziert das Auge eine geringere Menge an Tränenflüssigkeit. Dies liegt an der abnehmenden Leistungsfähigkeit des Auges, Tränen zu erzeugen. Auch kann es mit zunehmenden Alter zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit kommen, wodurch die notwendigen fetthaltigen, wässrigen oder schleimhaltigen Komponenten in unzureichender Menge oder Qualität bereitgestellt werden.

Bakterielle Entzündungen am Lidrand, die oft auch einen chronischen Verlauf nehmen, sind eine weitere Ursache für Trockene Augen. Entzündungen, insbesondere durch bakterielle Auslöser, haben daneben auch noch zusätzliche Auswirkungen augen-tropfenauf das Auge und können weiterführende Beschwerden nach sich ziehen.

Die weit verbreitete Zuckerkrankheit, auch bezeichnet als Diabetes mellitus, kann sich ebenfalls auf die Augen auswirken und das hier interessierende Krankheitsbild hervorrufen. Angesichts der stetig wachsenden Anzahl von Menschen mit Diabetes mellitus kann davon ausgegangen werden, daß diese Erkrankung auch im Bereich der Augenerkrankungen zu einer höheren Zahl von Patienten führen wird.

Von hormonellen Faktoren sind in besonderer Weise Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) betroffen. Neben den weithin bekannten Begleiterscheinungen dieser trockene-augenPhase kann sich die Hormonumstellung auch nachteilig auf die Augen auswirken und Trockene Augen hervorrufen.

Eine Reihe von Medikamenten wie beispielsweise Beruhigungs- und Schlafmittel, ebenso wie die Anti-Baby-Pille kann ebenfalls nachteilige Folgen auf Tränenproduktion und Augen haben. Weitere Medikamente, die diese Wirkung haben, sind Adrenalin, Antihistaminika, Beta-Blocker und Diuretika. Angesichts der großen Zahl von Menschen, die entsprechende Mittel regelmäßig zu sich nehmen, ist die Bedeutung medikamentöser Faktoren für das Auftreten von trockenen Augen nicht zu unterschätzen.

Schädliche Umweltbedingungen, insbesondere die Belastungen, die durch Rauch, Dämpfe, Staub und Ozon ausgelöst werden, können das menschliche Auge starkaugen-natur angreifen. Unter entsprechenden Umständen führt dies zu Reizungen des Auges und zu einer geringeren Produktion von Tränenflüssigkeit. Wer sich einmal in einer stark verrauchten Gaststätte für längere Zeit aufgehalten hat, kann dies sicherlich aus eigener Anschauung bestätigen.



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Länger andauernde Arbeit an Computerbildschirmen, insbesondere wenn diese starke Konzentration erfordert und nur wenig unterbrochen wird, hat eine verminderte Lidschlagfrequenz zur Folge. Dadurch wird die Tränenflüssigkeit nicht mehr gleichmäßig über das gesamte Aue verbreitet, was zu einem Reißen des Tränenfilms führen kann.

Rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes, Polyarthritis und das Sjögren-Syndrom gehören zu den weniger bekannten Auslösern für das Auftreten der hier dargestellten Augenerkrankungen. Ähnlich wie bei Diabetes mellitus gilt aber auch trockene-augenhier, daß durch die zunehmende Verbreitung rheumatischer Erkrankungen auch das Auge vermehrt in Mitleidenschaft gezogen wird.

Traten am Auge Verletzungen auf, wie etwa Narben oder Beschädigungen am Lid, wie diese etwa als Folge von Unfällen vorkommen, kann das Augenlid nicht mehr richtig geschlossen werden. Hierdurch trocknet die Tränenflüssigkeit schnell aus, was nicht durch erhöhte Tränensekretion kompensiert werden kann.

Durch Vitaminmangel, sprich die zu geringe Zuführung ausgewählter Vitamine und insbesondere des für das Auge so wichtigen und weithin bekannten Vitamin A kommt es zu einer geringeren Tränensekretion. Dies wird meist durch falsche Ernährung ausgelöst. Neben Fehlernährung gibt es aber auch Menschen, bei denen die zugeführte Nahrung vom Körper nicht richtig ausgewertet wird und die darin enthaltenen Vitamine damit nicht dem Stoffwechsel zur Verfügung gestellt werden.

Wo auch immer die zugrundeliegenden Ursachen anzusiedeln sind, unumgänglich ist die Konsultation eines Augenarztes, da nur dieser die Sachkenntnis und die medizinischen Geräte hat, um eine fundierte Diagnose zum Phänomen Trockene Augen zu leisten.

Altersweitsichtigkeit – Presbyopie

Wie bereits der Name impliziert sind von der altersbedingten Weitsichtigkeit vor ältere Menschen betroffen. Als Richtwert kann man vom 50. Lebensjahr ausgehen, ab dem diese Augenerkrankung auftritt. Der Grund hierfür liegt in der abnehmenden Fähigkeit des Auges, die Linsenbrechkraft durch Anspannen des sogenannten Ziliarmuskels, was auch als Akkomodation bezeichnet wird, zu erhöhen.

Dies führt dazu, daß der Nahpunkt des Auges immer weiter von diesem wegrückt. Der Nahpunkt ist die Stelle, an der das Auge ohne Anspannen des Zirkularmuskels scharf auge-weitsichtigkeitsieht. Dieser Nahpunkt bewegt sich mit zunehmenden Alter immer weiter vom Auge weg. Im Alter unter 19 Jahren liegt dieser ungefähr sieben Zentimeter vom Auge entfernt, mit 30 bis 39 Jahren beträgt diese Entfernung rund zwölf Zentimeter. Diese steigt im Schnitt auf 40 Zentimeter zwischen dem 50. und 59. Lebensjahr und beläuft sich zwischen 70 und 79 Jahren auf vier Metern.

Wie bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit kann auch die Presbyopie am einfachsten mit einer Brille korrigiert werden. Hierfür hat sich der Name Lesebrille eingebürgert, da diese zumeist zum Lesen oder zum Betrachten naheliegender Gegenstände genutzt wird. Diese Lesebrille korrigiert die altersbedingte Weitsichtigkeit mittels einer konvexen Linse, die die von nahe entfernten Gegenständen in das Auge eintreffenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut am Augenhintergrund fixiert. Dadurch ist wieder ein scharfes Sehen naher Gegenstände möglich.

Neben den beiden dargestellten Formen der Fehlsichtgkeit gibt es noch eine weitere, die Stabsichtigkeit genannt wird und eine Hornhautverkrümmung bezeichnet.